So, bald sind alle Vorbereitungen abgeschlossen und es kann endlich losgehen...Die Rucksäcke sind doch etwas voller geworden als wir dachten, da die Medikamentenkiste diesmal doch etwas üppiger ausgefallen ist, nach dem Faux-Pas, der uns das letzte mal passiert ist. Lieber etwas zuviel Arztneimittel als zu wenig, da dies die Reisekasse im Ernstfall sehr belasten kann.
03.08.2006, Muenchen
Dank modernster Technik ist uns kurz vor Abflug erst einmal ein ziemlicher Schock versetzt worden. Ein Quick Check In Schalter in Muenchen teilte Steffi beim Einfuehren Ihres Tickets mit, dass sie nicht auf der Passagierliste des Fluges TG 925 nach Bangkok stuende. Zum Glueck hat sich alles binnen kuerzester Zeit (nachdem wir mit einem Menschen gesprochen hatten, der uns auch gleich auf den Flug eincheckte) in Wohlgefallen aufgeloest und wir sassen an Bord unseres lang ersehnten Fluges nach Banbkok.
04.08.2006, Bangkok
Nach einem elfstuendigen, angenhemen Flug mit der Thai landeten wir sanft auf dem Don Muang Int. Airport, wo uns auch gleich Menschen auffielen, die mitten auf den Gruenflaechen des Flughafens golften...Der Zoll und die Einreise folgten mit der ueblichen thailaendischen Gemuetlichkeit.

Jezt hiess es nur ein Taxi finden und ab in die Khao San Road zu David,
der dort ein kleines Reisebuero leitet und fuer uns schon die Tickets fuer den Nachtzug gebucht hat. Nach einer einstuendigen rasanten Fahrt durch die chronisch ueberfuellten Strassen von Bangkok haben wir schliesslich Davids Buero erreicht und uns die Tickets abgeholt. Jetzt hiess es erst einmal noch ein bisschen shoppen gehen und ein paar Kleinigkeiten fuer die naechsten paar Wochen besorgen. Als erstes doch goennten wir unseren etwas geschundenen Fuessen eine ausgedehnete Fussmassage im Elephant-Massage-House fuer ganze 220 Bht ca. 4, 4 Euro..Einfach herrlich. Man koennte meinen, die folgende Fahrt zum Hauptbahnhof waere nicht erwaehnenswehrt, doch diese dreissig Minuten mit einem wahnsinnigen Tuk Tuk Fahrer, der permanent auf der Gegenspur unterwegs war oder entgegen des Strassenverlaufes gefahren ist, hat uns fuenf Jahre altern lassen.
Die folgende Stunde am Hauptbahnof verbrachten wir mit Essen und Trinken. Unser Nachtzugwagon war der mit der Nummer 2, ganz am Anfang des ellenlangen, uralten, Zuges in den Steffi nur mit Wiederwillen einstieg. Sofort kam auch schon einer der vielen fliegenden Verkaufer und wollte uns Bier und Schnaps andrehen, wo ich natuerlich zu einer Dose Chang Beer nicht nein sagen konnte. Die 13,5 Stuendige Nachtfahrt verbrachten wir aufgrund unseres Jetlegs fast nur mit Lesen und vor uns hin doesen... Angekommen in Surat Thani bestiegen wir auch gleich einen Aircon Bus ( Auf den local bus haeten wir noch 2 Stunden warten muessen) und fuhren weiter zu unserem ersten erklaehrten Ziel, dem Dschugel von Khao Sok.
05.08.2006 Khao Sok NP

Bamboo House hiessen die Huetten, in die wir nach genauer Inspizierung auch gleich eincheckten. Da waren wir, in Mitten des Dschugels, umgeben von ein paar Affen, die unseren Balkon belagerten und den Khao Sok River direkt vor unserer Nase. Zur Begruesseung wurden uns gleich mal eine riesiger Ochsfrog vor die Nase gesetzt. Jetzt freuen wir uns erst einmal auf die erste Dusche seit dem Abflug in Muenchen. Spaeter gehts zum Elephantentrekking.
Na toll... als wir mit unserem Fahrer auf dem Weg zum Elephantencamp mitten im Dschugel waren, fing es ploetzlich an in Stroemen zu regen. Der Weg dort hin war bereits ziemlich abenteuerlich. Es lag mitten in der Bergen-ca. 40 min von unseren Bungalows entfernt. Und da waren sie endlich! Ungefaehr 10-15 sanfte Riesen erwarteten uns am Rande eines Bachlaufs mit Ihren Pflegern. Wir hatten beide dei Befuerchtung, dass wir mit einer Turikaravane auf Elephanten auf einem ausgelutschten Trampelpfad gefuehrt werden..... Aber was wir in den naechsten beiden Stunden erlebten, war absolut unuebertrefflich..Wir waren die einzigen beiden Touisten dort und wurden sogleich auf AE (Name des 30 Jaerigen Elephantenbullen) gesetzt. Diese riesige Tier bewegte sich nahezu gerauschlos ueber alle Unwegsamkeiten, meisterte Hoehenunterschiede wie ein Aufzug und hing - aehnlich wie ein Hund - sehr an seinem Pfleger!

Der Bewegungsablauf war am Anfang ganz schoen gewoehnungsbeduerftig, da es zu allen Seiten wackelte..Nach etwa einer Stunde machten wir eine kurze Pause an einem Wasserfall.
Der Rueckweg durch den Regenwald war nicht weniger spannend, da der Guide Steffi anbot auf AEs Nacken weiter zu reiten, was sie natuerlich dankend annahm. Am Ende dieses wundervolleen trips waren wir wirklich froh, uns darauf eingelassen zu haben, da dies eine einzigaritge Erfahrung gewesen ist.
Immer noch Khao Sok
An diesem Abend holte sich unser Koerper, was wir ihm seit Tagen verwaehrt hatten - Schlaf. Um zirka 18.00 schliefen wir ein und wachten am naechsten Tag um 11.00 Uhr mittags wieder auf. Nach einem ausgiebigen Fruehstueck machten wir uns mit unserer Karte auf um ein paar Hoelen in der naeheren Umgebung zu erkunden. Unser Weg fuehrte uns ueber wackelige Haengebruecken, enge Pfade und schlammige Wege am Rand eines schroffen Bergmassievs entlang bis wir beinahe knietief im Schlamm versanken und spaetenstens hier wussten: Wir hatten uns verlaufen....
Aber wir gaben nicht auf und folgten der Wegempfehlung eines Baumhausbewohners, die uns letzendlich in die von uns gesuchten Hoelen fuehrte. Nach einer kurzen Besichtigung und einer Unterhaltung mit einem Moench, der vor der Hoehle sass, traten wir unseren Rueckweg an und stillten unsere hungrigen Maegen im Restaurant im Nature Resort, welches am Rande des Khao Sok Rivers, nahe einer Haengfebruecke lag, mit eienem leckern Phad Thai Shrimp.
Als wir zu unserem Bungalow zurueckkehrten, erwarteten uns schon unseren beiden Exilaffen auf unsem Balkon.
Den Rest des Tages sassen wir auf unserem Balkon, schauten dem Monsun zu, der alle paar Minuten einsetzte und wieder verschwand. Endlich konnte ich mich einmal meinem mitgebrachten Buch "Der Schwarm" widemen, auf das ich mich schon lange gefreut hatte. ( Man ist ja hier so im Stress...)
Guter Dinge erwachten wir am naechsten Morgen und beschlossen heute einen grossen Dschugeltrip zu machen. Der Blick aus unserer Huette verriet uns, dass es wohl kein sonniger Tag werden wuerde, aber doch gut genug um diesen ca. sechsstuendigen Trip durchzuziehen. -Das war ein riesen Irrtum !!! Gut eine halbe Stunde nachdem wir losgegeangen waren und so langsam immer tiefer in den Dschungel eintauchten fing es an in kurzen Intervallen heftig zu schuetten. Naja, das waren wir eigentlich von den letzten paar Tagen gewoehnt und wir dachten uns nichts weiter dabei, da die Luftfeuchtigkeit hier sowieso 100 % ist und man eh staendig nass ist. Das groesste Problem waren mittlerweile die vielen Blugegel, die permanet versuchten unsere Beine hinaufzukriechen und sich an uns festzusaugen. Deshalb wurde unsere ganze Aufmerksamkeit auf diese kleinen Biester gelenkt, weshalb wir leider nicht besonders viel von der Flora und Fauna um uns herum mitbekamen. Zu allem Uebel verwandelten sich die vereinzelten Regenguessen in einen andauernden, heftigsten Monsunregen, wodurch sich die schmalen und unwegsamen Pfade in matschige Rutschbahnen verwandelten und somit den Weg ziemlich gefaehrlich machten.
Der einzige trockene Gegenstand war mittlerweile nur noch unsere Photokamera, da wir diese vorsorglich in eine Plastiktuete eingepackt hatten, doch es bei diesem Regen eigentlich sowieso gar nicht moeglich war Photos zu schiessen (Keine Angst Hedi, die Kamera lebt noch!!!) Das Ergebins unserer sechstuendigen Safari war letztendlich, dass wir nass bis auf die Knochen waren, Steffi einige Blutegel am Koerper kleben hatten und wir total am Ende zurueck ins Bamboo House kamen. Troztdem gluecklich den Trip gemacht zu haben, liessen wir den Tag mit einem leckeren Thai Curry ausklingen und freuten uns jetzt schon riesig auf den naechsten Morgen, da wir in Richtung Ko Phangan aufbrechen wuerden.....
Gerade noch erwischten wir den Localbus, der am naechsten morgen um 08.00 am Highway 401 Richtung Surat Thani abfuhr. Dank eines kleinen Missverstaendnisses mit Sao, dem Besitzer des Babmoo Houses, sassen wir noch um fuenf vor acht bei leckerem Fruitmuesli am Fruehstueckstisch und wunderten uns schon, warum er so dicht neben uns stand. Laut unserer Auffassung des Busfahrplans waeren wir erst um halb neun abgefahren, aber naja, gerade noch mal gut gegangen....
Nachdem wir die 70 Baht fuer die drei Stunden lange Busfahrt bezahlt hatten, sahen wir, dass wir die einzigen Farrangs(Touristen) in diesem herrlichen Bus waren. Polternd und krachend hielt der Bus alle paar Kilometer und sammelte so ziemlich jeden auf, der so am Strassenrand stand. Als kleine Info nebenbei: Fenster und Tueren im Localbus: Fehlanzeige! Angekommen in Surat Thani versuchten uns auch gleich die ueblichen Touristenschlepper auf diverse Faehren zu verfrachten. Zielstrebig gingen wir zum Schlepper unser Vertrauens und besorgten uns ein Faehrticket nach Ko Phangan fuer 330 Baht. Die Stunden, die uns noch verblieben bis zur Abfahrt der Faehre verbrachten wir, wie so haeufig, mit der ueblichen Beschaeftigung hier: ESSEN! Diesmal gab es lecker roasted duck, welche wohl schon laenger in einem Schaufenster am Strassenrand abgehangen war, aber umso leckerer schmeckte... (fuer 35 Baht!!!!!)
Die einstuendige Busfahrt zum Don Sak Peer war um einigs angenehmer als die folgende Faehrfahrt auf dieser riesigen ca. 100 Jahre alten Autofaehre, die mehr aus Rost als noch aus Metall bestand. Dank eines ausserst starken Windes wurde die Faehre von meterhohen Wellen herumgeschaukelt. Glueckelicherweise haben wir uns wohlwissend ein paar Seasickness Pillen genommen, was uns den Grossteil der Fahrt verschlafen liess.
08.08.2006 Angekommen auf Ko Phangan
Hunderte von Taxis ewarteten uns am Hauptpier von Thong Sala, dem Hauptort der Insel. Wir liessen uns direkt zu dem Strand unserer Wahl, Ao Chao Phao, ueber die buckligen Strassen der Insel kutschieren. Nun hiess es erst einmal ein Bude finden, was sich wirklich als aeussert schwierig erwies, da am folgenden Tag die beruehmt beruechtigte Full Moon Party am Haad Rin Beach stattfinden sollte, die tausende Feierwuetige auf die Insel lockte. Kompromissbereit checkten wir bei Seaflower Bungalows, in einer was sich speater herausstellen sollte, voellig ueberteuerten Bude ein. Zwei Naechte zwischen Kakerlaken, im Schummerlicht von 10 Watt Birnen und mit einem sehr naturverbundenen Bad (ohne Dach) wollen hier nicht weiter beschrieben werden. Den nachsten Tag verbrachten wir fast ausschliesslich damit, mit unser 125er Honda Dream die Straende der Insel abzufahren und uns eine passende Huette zu suchen.
Leider mussten wir noch eine zweite Nacht in dieser Absteige uebernachten, da wir auf unserer Suche nichts passendes fanden. Desto groesser war unsere Freude am Tag darauf, als wir zufaellig auf einen verstecken, kleinen, verlassen Strand stiessen. Nach kurzem Gespraech mit Wan, dem "Maedchen fuer alles" bei dem dort liegenden Resort(bitte den Begriff Resort nicht mit dem europaeischen Standard verwechseln) war klar, dass wir eine Huette mit direktem Blick auf die wunderschoenen Sonnenuntergaenge hier bekommen wuerden.
Nun fingen wir an uns in unserer kleinen "Traumhuette" haeuslich einzurichten ( Rucksaecke auspacken), die Haengematten auf dem Balkon auszubreiten und uns endlich auf "Inselspeed" runterzufahren. Die folgenden Tage genossen wir ohne auf die Zeit oder den Tag zu achten: Aufstehen, gemuetlich Fruestueck von Wan bringen lassen, mit unserer Honda Dream 125 bei bestem Inselwetter die Insel erkunden, ausprobieren wo es das beste Curry und das beste Seafood gibt. Meinen persoenlichen Meister fand ich bei Wan Sai am Mae Haad beach. Ich bestellte ein ganz normales Massamann Curry, doch was ich hier serviert bekam, musste direkt aus der Hoelle gekommen sein. Selbst noch nach einer halben Stunde als dieses Teufelszeug schon kalt war, fuehlte sich meine Zunge beim Essen an, als gaebe man Ihr Saeure oder Feuer!!!!
Die Full Moon Party haben wir uebrigens ausfallen lassen, da wir am Nachmittag schon am Haad Rin waren und hier jetzt schon nur Besoffene herumliefen.. Tolle Party..
11.06.2006
Ein tierisches Erlebnis der besonderen Art hatten wir an diesem Abend. Bei unserer abedlichen Inselrunde auf unserem Hoellengefaehrt lag ploetzlich ein ganzer Haufen Hundewelpen neben der Strasse, die gerade von Ihrer Mutter gesaeugt wurden. Hundebegeistert, wie wir beide sind hielten wir sofort im Daemmerlicht einer Strassenlaterne an, um ein paar Photos der kleinen Familie zu machen. Zum Glueck lief der Motor unseres Gefaehrtes noch: Als wir gerade absteigen wollten, hoerten wir ein leises Knurren hinter uns, das immer lauter wurde. Als wir uns umdrehten kam der Vater der kleinen Familie aus dem Gebuesch geschossen und nahm zaehnefletschend auf uns Kurs. Bliztschnell sprangen wir auf, ich trat wie von wilden Affen gebissen den ersten Gang rein und brauste mit heulendem Motor davon, doch ein Blick ueber die Schulter liess mich wissen, das Papa es wirklich erst meinte!!!
Trotz Vollgas gelang es uns nicht ihn anfangs abzuhaengen. Als ich so ungefaehr im dritten Gang war beschloss er dann doch die Jagd aufzugeben und blieb mit Gebell auf der Strasse stehen. Seit diesem Abend wissen wir warum die meisten hier ihre Motoren immer laufen lassen....
11.08.2006 in unserer Huette
Lesend verbrachten wir diesen Vormittag in unseren Haengmatten vor unserer Huette. "Der Schwarm" breitet sich langsam aber sicher ueber die Weltmeere aus..( Ich glaube nach diesem Buch gebe ich das Tauchen auf) Als wir bei wunderbarstem Sonnenschein auf den Horizont und das fantastische Meer hinausschauten, konnten wir ein spektakulaeres Naturschauspiel beobachten.
Anfangs bildete sich ein ungewoenlich dunker Streifen zwischen Horizont und Meer, das Wasser wechselte staendig zwischen tief Dunkelblau und Tuerkis. Ein Farbenschauspiel, das seinesgleichen sucht. Ploetzlich zeigte sich, was das Farbenschauspiel zu bedeuten hatte: Die dunkle Front, welche in Windeseile auf die Insel heraneilte, war ein Monsunfront. Binnen Minuten war die bis dahin kleberig heisse Sonne verschwunden und es wurde ploetzlich dunkel. Mit einem mal zogen strake Winde auf und ehe wir es von unserer Veranda in die schuetzende Huette schafften, peitschten Unmengen von Regen auf uns herab!!! Zirka eine Stunde dauerte dieser tropische Sturm, der die Luft auf eine "unmenschliche Kaelte" abkuehlte. So schnell wie der Sturm kam, verschwand er auch wieder und die Sonne strahlte wieder in voller Pracht, als ob nie etwas gewesen waere.
Nach einem ausgiebigen Abendessen am Foodplaza in Thong Sala. Auf diesem kleinen Platz draengeln sich kleine Wagen Stand an Stand und verkaufen alles, was das Herz begehrt, oder auch nicht: Vom fritierten Huehnerkopf, Insekten, Kaefern bis hin zum koestlichen, gegrillten Fisch gab es hier alles. Mit vollem Magen ging es dann ab zu den naechstgelegenen Massageladies. Hier liessen wir uns erst mal eine einstuendige Fussmassage verpassen.
An diesem Abend...
machten wir noch einen kleinen Abstecher zur Pirates Bar, in der heute Abend die Moon Set Pary stattfand. In einer abgelegenen Minibucht, die ueber einen von Fackeln hell erleuchteten Schotterweg zu erreichen war. Bereits aus der Ferne donnerten die Beats in den Abendhimmel und verbeiteten gute Stimmung. Ein Laser zeichnete irgendwelche wirren Figuren in den Sand und fluoreszierende Schnuere und kuenstliche Pilze gaben der Pary das typische Ambiete. Nachedem wir ein paar Drinks zu uns genommen hatten, tanzten wir noch ein wenig zu der wummerden Musik, ehe wir dann aufbrachen, da der DJ ploetzlich mehr als schlecht auflegte...( Selbst nach zwei Chang Beer war es schlecht..)
12.08.2006
Trotz des gestrigen Abends waren wir schon um acht Uhr fit wie die Turnschuhe. Das einzige, was und noch in Knochen hing, waren unsere ledierten Fuesse, die beim gestrigen Schnorcheltrip (Stolpertour ueber Korallenschrott...) doch mehr gelitten hatten, als gedacht.
Dieser Tag war ganz unserem neuen Lieblingsstrand und unseren Haengematten vor unserer Huette gewidemt. Eine kleine Runde Frisbee am Morgen war mehr als genug koerperliche Betaetigung fuer diesen Tag, denn es war erbaermlich HEISS!!!
13.08.2006 immeroch auf Ko Phangan
Am Morgen liefen wir die steilen Stufen zu unserem Nachbarstrand (Haad Yao) hinuter, um uns dort nach Tauchmoeglichkeiten und den Preisen zu erkundigen. Der dort ansaessige schweizer Tauchlehrer empfahl uns das Hausriff, das man locker vom Strand aus erreichen koenne. Ausserdem bestand die Moeglichkeit allein, ohne Diveguide das Riff zu erkunden, was den Preis noch ein bisschen auf 500 Bht drueckte.
Wir entschieden uns am Nachmittag dort alleine abzutauchen. Hochmotiviert und voller Vorfreude stattete uns die in der Tauchschule arbeitdende Thai mit dem noetigen Equipment aus. Mit unseren Flossen in der Hand wateten wir durch das knietiefe Wasser hinaus. Wir mussten durch ein abgestorbenes Riff, welches bei Ebbe weit aus dem Wasser herausragt, hindurch laufen, bis wir endlich bei strahlenden Sonnenschein abtauchen konnten, doch das sollte sich bald aendern....
Die ersten dreissig Minuten tauchten wir entlang des schoenen Riffs und konnten viele Fische sowie Weich- und Hartkorallen bestaunen. Schlagartig jedoch nahm die Stroemung unter Wasser sehr stark zu und die Sicht verschlechterte sich ebenfalls rapide. Wie im Wellenbad wurden wir hin und hergeschaukelt und sahen kaum noch die Hand vor Augen. Jetzt wusste ich, dass irgendetwas nicht stimmte und gab Steffi das Zeichen um aufzutauchen und zu sehen, was denn da oben los sei. Fast angekommen an der Oberflaeche sah ich bereits, dass riesige Wellen und prasselnder Regen auf uns warteten! Etwas geschockt von der momentanen Wellensituation suchte ich den Punkt am Ufer, der uns die einzige Moeglichkeit bot uns durch die messerscharfen Korallen wieder sicher ans Ufer zu bringen. Riesige Wellen schlugen noch immer ueber unseren Koepfen zusammen. Mit dem neuen Kurs im Kompass gab ich Zeichen erneut abzutauchen, um den Wellen zu entfliehen.
Ohne die geringst Sicht navigierte ich Richtung Strand. Auf einmal schlugen unsere Flossen immer wieder gegen Korallen. Das Wasser war so wellig, dass es wie im Fahrstuhl auf und ab ging. Angst machte sich langsam breit, da wir drohten dirket auf die Korallenbank geschwemmt zu werden, und das ist wirklich keine lustige Sache.... Bei unserem Versuch ueber die Korallen strandeinwaerts zu laufen, schlugen immer wieder heftigste Brecher ueber unseren Koepfen zusammen, rissen uns die Athemregeler aus dem Mund und die Brillen von den Gesichtern. Alles in allem erreichten wir das rettende Ufer nach fast einer Stunden Kampf mit den waessrigen Riesen. Ein paar Schrammen an meiner Wade und ein paar an Steffis Knie waren zum Glueck die einzigen Blessuren, die wir von diesem Horrortrip davontrugen.
15,08.2006 Regen auf Ko Phangan
Seit zwei Tagen ist die ganze Insel in ein Meer aus Wolken gehuellt und es regnet ununterbrochen. Mal staerker, mal schwaecher. Diese Umstaende zwingen uns besondere Massnahmen zu ergreifen. Aufstehen, Fruehstucken, zuruck zur Huette, in die Haengematte und lesen. Zwischendruch von unseren Massageladies stundenlang den Koerper druchkneten zu lassen.....Wenn der Pancakemann in der Naehe ist, einen leckeren Pancake verdruecken..
16.08.2006 Kein Regen mehr...
Nachdem die Auslaufer eines ueber Japan und Vietnam wuetenden Taifuns auch ueber dem Golf von Siam weggezogen sind, erfreut sich Ko Phangan wieder heiteren Sonnenscheins :-).
Nach einem leckern Fruitmuesli und einem Tee, den uns wie immer unser stets laechelnder WAN servierte, wurden wir trotz neuem Hitzerokord an den naheliegenden Traumstrand gezogen, wo wir es uns hoch motiviert unter einer Palme in der Sonne bequem machten. (Dies war angesichts unser bis dato noch sehr verhaltenen Koerperbraeune eine geringfuegige Fehleinschaetzung der Kraft des leuchtenden Sterns....)
Meine Wenigkeit hat die Auswirkungen der in Thailand ungleich staerker scheinenden Sonne bereits nach kurzer Verweildauer zu spueren bekommen. (Wer sich hier mit Darktaining Oil LSF 2 !! einschmiert und denkt er haette auch nur den geringsten Schutz zu erwarten, muss eben dafuer buessen....) Zum Glueck sind Frauen diesbezueglich etwas vernuenftiger und nehmen sicherheitshalber Sonnenschutzcreme 50 + mit(danke Hedi!!!), fuer den Fall der Faelle - der jetzt bei mir eingetreten ist, haha, lacht nur.....
Den Rest dieses wunderschoenen Tages haben wir Dank diesen anderen Umsteanden im schuetzenden Schatten, in unserer schuetztenden Huette, stehend vor dem Ventilator verbracht, um unsere Haut auf ein ertraegliches Mass an Temperatur herunterzukuehlen. Steffi war da etwas vorsichtiger, was Ihr den Vorteil des Tages verschaffte - sie konnte an diesem Tag noch schoen im Angesicht der Sonne plantschen gehen, was ich zaehneknirschend aus dem Fenster unserer Huette beobachtete..
Der Fahrtwind auf unser abendlichen Fahrt zum Foodplaza in Thong Sala wirkte wie Balsam auf der krebsroten, geschundenen Haut.
17.08.2006 Aua, bitte keine Sonne heute
Bereits beim Aufstehen wusste ich, dass mein vorabendliches Stossgebet nicht erhoert worden war. Als uns unsere zwitschernden Freunde in aller Herrgotsfruehe aufweckten, gluehte schon die ganze Insel!!! Auf den fuenf Metern, die uns von unserem Fruehstueck trennten, brannte meine Haut, als ob es sich eine Horde Ameisen darauf bequem gemacht haette. Die Idee mit LSF 50+ prepariert eine Tour auf die Ostseite der Insel zu machen, erwiess sich zirka nach der Haelfte der Strecke als ziemliche Schnapsidee, sodass wir unverrichteter Dinge, aber stark schwitzend und ueberhitzt zuruck nach Thong Sala fuhren. Fuer mich ein leckeres Phad Thai und fuer Steffi Shrimps Garlic Pepper machten die ganze Situation wieder ertraeglicher.
An diesem Abend fand das allmonatliche Half Moon Festival mitten im Dschungel von Ko Phangan statt, was wir aber wegen unser beider Schlappheit leider nicht besuchten. Stattdessen wurde es ein gemuetlicher Abend in unseren Haengematten mit ein paar Schluck Sang Som ( Thai Rum) und den Abenteuern von Leon Anawak und Sigur Johanson. Soweit das Auge an diesem Abend reichte, waren die Lichter der Squidfischeroote am naechtlichen Horizont zu sehen. Mit dieser Methode locken die Fischer die Tintnefische an die Oberflaeche, um sie dann mit ihren Netzen fuer die allabendlichen BBQs zu fangen.
18.08.2006 Die Zeit vergeht....
Wie immer vergeht die Zeit auf Ko Phangan wie im Flug, weshalb wir uns heute um den weiteren Reiseverlauf kuemmern muessen. Fernab der Hauptsrasse von Thong Sala haben wir ein kleines Reisebuero ausfindig gemacht, in dem die Preise fuer verschiedene Dienste teilweise nur die Haelfte kosteten.
Vergleich:
Ins Internet gehen in der Hauptstrasse: 120 Bht/h,
jenseits der Hauptstrasse: 30Bht/h
Waesche waschen: Hauptstrasse 150Bht/3 kg
jenseits des Rummels: 80 Bht/3 kg
Ist das kein Unterschied? Also immer die Augen offen halten...
19.08.2006 Der letzte Tag auf Phangan
Bereits beim Fruehstueck machte sich ein wenig Melancholie breit, in Anbetracht der Tatsache, dass dies unser letzter Tag fuer eine lange Zeit sein wird. Wir nahmen uns vor die ganzen schoenen Plaetzte der Insel nocheimal mit unserer 125er zu besuchen und uns von alten Bekannten zu verabschieden. An solchen Tagen rast die Zeit naturlich um ein vielfaches schneller als an "normalen" Tagen auf der Insel.
20.08.2006 Unter Haien auf Koh Tao
Um 10 Uhr morgens liessen wir uns von WAN zum Pier bringen und waren schon gespannt was uns auf Koh Tao erwarten wuerde. Als sich unser Songserm Expressboot nach neunzigminuetiger Fahrt den Straenden der "Schildkroeteninsel" neaherte, konnten wir bereits von Deck aus die faszienierende Unterwassewelt im kristallklaren Wasser bewundern. Die wie von Riesenhaenden ueber die ganze Insel verteilten, abgeschliffenen Felsbrocken sahen ebenfalls maerchenhaft und vertraeumt aus. Die ganze Insel machte auf uns einen ruhigen und entspannten Eindruck, was sich jedoch bald als Trugbild herausstellen sollte.
Angekommen am Songserm Pier warteten bereits Dutzende von Schleppern der vielen Tauchschulen und wollten uns zu ihrer "besten Tauchschule" lotsen. Dank unseres etwas verrueckten, in Bangkok ansaessig gewordenen Travelagents David, war bereits alles ( Accomodation +Taxi ) fuer uns vorbereitet. Wir entschieden uns abermals am Chaloklum Beach, dem tiefsten Sueden der Insel, zu wohnen.
In freudiger Erwartung , aufgrund frueherer Erfahrungen, steuerten wir zuerst in unsere beiden Lieblingsbuchten - Sharkbay und Ao Luek, doch was uns hier erwartete, war das negativste Erlebnis, das wir bis datro machten. Die einst traumhaft einsamen Straende wurden belagert von hunderten Pauschaltouristen, die ueber den Strand herfielen, wie ein Krebsgeschwuer ueber einen kranken Koerper.
Laermend, saufend und groehlend verpesteten Unmassen von Tifosi dieses einzigartige Paradies. Leere Flaschen und haufenweise Muell war, was unsere traenenden Augen in beiden Buchten vorfanden.
Der erste Rueckzug war erst einmal in unsere Huette. Um uns vollends von unseren neuen Weltmeistern zuruckzuziehen, entschlossen wir, die nachsten zwei Tage auf dem Tauchboot von Buddha View zu verbringen und die hiesige Unterwasserwelt zu erkunden, was sich spaeter als voller Erfolg herausstellen sollte.
Tauchen im Golf von Siam
Nachdem wir am naechsten Morgen die Kletterpartie ueber vier (!!!) Boote hinter uns hatten, konnte es endlich losgehen in Richtung des ersten Tauchspots "White Rock". 45 Minuten dauerte dieser fantastische Tauchgang, bei dem uns unser weiblicher Guide, Sahrah, bei Sichten von 30 Metern und mehr, das Riff naeherbrachte. Der zweite Tauchgang bei Twins stand dem in nichts nach. Sichten von ebenfalls 30 Metern und mehr liessen uns einige kleinere und groessere Meeresbewohner auf 18 Metern Tiefe bestaunen.
Doch erst der nachste Tag sollte uns die "grossen Fische" bescheren. Nach abermaliger morgendlicher Klettertour, fuhren wir zu einem, im Nordwesten der Insel gelegenen Tauchspot namens Chumpon Pinnacle. Trotz Tiefen von 40 Metern und mehr beschlossen wir nicht tiefer als 18 - 22 Meter zu gehen, da Steffi noch Open Water Diver ist.
Bereits beim Abtauchen zeichneten sich einige groesere Schatten am Meeresgrund ab..... Bei einer Tiefe von ca. 5 Metern sahen wir ploetzlich, was wir alle erwartet hatten. Am Grund tummelten sich dutzende von Riffhaien, die scheinbar ruhig ihre Runden drehten. Jetzt schmissen wir unseren vorher ausgemachten Tiefenplan ueber den Haufen um diesen wunderbaren Tieren so nah wie moeglich zu kommen. Als mein Tauchcomputer 25,4 Meter anzeigte, sah ich, dass die Haien nur ein paar Meter von uns entfernt waren. Dies war ein echt gutesGefuehl.......
Alles in allem hat der Aufenthalt auf dem Boot und das Tauchen die unschoenen Szenen mit den Tifosi schnell vergessen lassen. Am naechsten Tag stand uns ein laengerer Rueckweg nach Bangkok bevor:
Wir nahmen die Nachmittagsfaehre nach Chumpon, genossen dort einige Stunden Aufenthalt auf dem dortigen Nightmarket und machen uns dann mit unserem geliebten Nachtzug auf den 800 Kilomter langen Weg zuruck in nach Krung Thep -auch genanannt die Stadt der Engel (Bangkok).
24.08.2006 Angekommen in der Stadt der Engel
Unsere erste Kontaktadresse war natuerlich wieder unser Freund Dave in seinem kleinen Reisebuero nahe der Khao San Road, da wir beabisichtigten am naechsten Tag ein wenig fuer unsere kulturelle Bildung zu tun.
Im Handumdrehen organisierte Dave eine Tagestour, die uns einige interessante Stationen versprach.
Als erstes besichtigten wir eine Orchideenfarm, ca. 50 km noerdlich von Bangkok. Weiter fuehrte uns unser Weg zum beruehmten "Floating market", auf welchem wir uns einige Stunden zwischen eng gedraengten Booten, die auf den Klongs ihren Handel betrieben, treiben liessen.
Unser nachestes angepeiltes Ziel war die historische Bruecke am "River Kwai", wo wir das Kriegsmusem besuchten und einen gemuetlichen Spaziergang ueber die verrostete Eisenbruecke wagten.
Die aufregendste Station stand uns jedoch noch bevor - der Tiger Tempel in der Provinz Kanchaburi, 200 km noerdlich von Bangkok. In diesem Tempel, einer Auffangstation fuer "Waisentiger" und in dem grossen umliegenden Gebiet leben sechzehn ausgewachsene und vier junge Tiger, jede Menge andere Tiere in friedlicher Koexistenz mit den Moenchen.
Jetzt kam der wohl spannendste Augenblick des Tages. Wir durften, nachdem wir unser Handgepaeck und sonstige Kleingkeiten abgelegt hatten, auf Tuchfuehlung mit den grossen Katzen gehen. Der direkte Koerperkontakt ohne Kaefig oder sonstige Abtrennung sorgte dafuer, dass unser Adrenalinspiegel schlagartig in die Hoehe schoss.....Aehnlich wie bei den Haien, war dies ein wunderbares Erlebnis.
Nachdem wir unsere Begegnungen auf Photo festgehalten hatten, spazierten wir noch eine Weile durch die Tempelanlage, begleitet von jeder Menge Pfauen, Wildschweinen, Wasserbueffeln, Ziegen etc......
Geschafft, aber froh diese Reise gemacht zu haben, kamen wir in der Daemmerung wieder in Bangkok an.
Den naechsten und letzten Tag verbrachten wir mit jeder Menge shoppen auf dem weltberuehmten "Weekendmarket", welcher mit ueber 6000 kleinen Staenden einer der groessten Suedostasien ist...
Bye bye.......